„Nudging: „Soft“ mind-bending through politics and media as an modern complaint of civil rights activists“, Vortrag auf der int. Tagung „Media Trends 2015″Nudging, im September in Wien – „Media Trends 2015“

IMG_9095Im Panel „Sponsorship and Influence“ referierte Stefan Piasecki zum Thema „Nudging“, einer Form des „sanften Paternalismus“ und politisch gesteuerter Meinungs- und Verhaltensmanipulation. Hierbei zeichnete er die Kontinuitäten seit den Veröffentlichungen von Vance Packard in den 1950er und Robert B. Cialdini in den 1980er Jahren bis heute nach und verdeutlichte anhand von Beispielen sowohl die Wirksamkeit wie auch die bürgerrechtlich erwähnenswerten Implikationen angesichts einer zunehmenden Aneignung seitens politischer Akteure in den USA und dem Vereinigten Königreich, in denen „Nudging“ bereits Teil des Regierungsprogramms ist, wie auch in der Bundesrepublik Deutschland; auch hier setzen Regierungsakteure verstärkt auf dieses Prinzip.

Vom 10.-12. September fand in Wien die internationale Tagung „Media Trends 2015“ statt.IMG_9101__
Eingeleitet wurde sie mit einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Andreas Rudas (RTL), Alexander Wrabetz (ORF), Katharine Sarikakis (Universität Wien), Brooke Gladstone (Natioanal Public Radio, USA) unter Moderation von Bradley Wiggins (Standortleiter Webster Private University, Wien). Die Oxford-Style-Debate thematisierte die Frage, welche Rolle und welches Gewicht dem öffentlichen-rechtlichen oder auch dem freien Rundfunk im Gegensatz zum privaten Rundfunk angemessen ist. Ein Schwerpunkt der Diskussion war zudem die gegenwärtige Lage der freien Meinungsäußerung und journalistischen Berichterstattung in Osteuropa.

Die „Media Trends 2015“ stand ebenfalls im Zeichen von Legitimität und Funktionalität. 33 Vortragende aus Europa, Japan, Korea, Australien, dem Nahen Osten, Nordafrika, den USA u.a. referierten in den Panels „Public Media: Convergence, Pressure, Crisis“, „Hidden Ownership / Hidden Pressures“, „Media, Oppression, and Emancipation“, „Sponsorship and Influence“, „State and Corporate Control“, „Powers of Storytelling“, „Media Landscapes in the Arab World“, „Users and Consumers“, „Communication Theory, Ethics, and Law“ sowie „Corporate Presure, Declining Quality?“ zu aktuellen Fragen und internationalen Entwicklungen aus dem Bereich politischer Steuerung und der Rolle von Medien.

Im Rahmenprogramm der Tagung stellte Emmy-Preisträgerin Kathy Coley ihre faszinierende Dokumentation „Secret: The Josephine Baker FBI Files“ vor. Aus dem Material von über 1000 FBI-Akten und dem Briefwechsel von Medienunternehmer Walter Winchell und FBI-Direktor J. Edgar Hoover zeichnete sie ein beklemmendes Bild der Hetzkampagne gegen die schwarze Künstlerin, die beängstigende Parallelen zu heutigen Ausgrenzungsversuchen unerwünschter Personen aus dem öffentlichen Raum erkennen ließ.

Im Panel „Sponsorship and Influence“ referierte Stefan Piasecki zum Thema „Nudging“, einer Form des „sanften Paternalismus“ und politisch gesteuerter Meinungs- und Verhaltensmanipulation. Hierbei zeichnete er die Kontinuitäten seit den Veröffentlichungen von Vance Packard in den 1950er und Robert B. Cialdini in den 1980er Jahren bis heute nach und verdeutlichte anhand von Beispielen sowohl die Wirksamkeit wie auch die bürgerrechtlich erwähnenswerten Implikationen angesichts einer zunehmenden Aneignung seitens politischer Akteure in den USA und dem Vereinigten Königreich, in denen „Nudging“ bereits Teil des Regierungsprogramms ist, wie auch in der Bundesrepublik Deutschland; auch hier setzen Regierungsakteure verstärkt auf dieses Prinzip.

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