Als Studentin im Iran – Bericht einer kleinen Reisegruppe

Anmerkung: Zum Vortrag von Prof. Piasecki auf der Deutschkonferenz 2016 in Teheran Ende Mai begleiteten ihn 4 Studierende des Studiengangs „Soziale Arbeit / Religions- und Gemeindepädagogik“ des 2. und 8. Semesters mit finanzieller Unterstützung der CVJM-Hochschule. Eine der Teilnehmerinnen schildert hier ihre Erlebnisse.

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Erster Eindruck

Erzählt man in seinem Bekannten- oder Familienkreis, dass man in den Iran fährt, ist die häufigste Reaktion eigentlich ein entgeistertes „Warum?!“ oder ein entsetztes „Bist du verrückt?!“. Zumindest ist das unsere Erfahrung. Genaue Gründe über diese Gefühle können die Wenigsten nennen, aber es prasseln erst einmal viele Vorurteile darüber, wie der Iran denn sein soll, oder was man schon mal in den Nachrichten darüber gehört hat, auf einen ein. Für uns ein Grund mehr, uns das Land selber anzugucken und uns unsere eigene Meinung darüber zu bilden.

Irgendwie gehen die Warnungen einem ja doch nicht aus dem Kopf, wenn man in den Flieger steigt. Insbesondere ich als Frau kann sagen, dass die Aussicht ohne Kopftuch in Deutschland in den Flieger ein- und mit Kopftuch im Iran aus dem Flieger auszusteigen, das Land weit weg erscheinen lässt. Und nicht nur kulturell. Wir waren alle überrascht, dass wir nach neun Stunden Flug, inklusive Umstieg in Istanbul, in diesem in unseren Gedanken so fernen Land angekommen waren.

 

Die Stadt

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Wir hatten das Glück, in den Sonnenaufgang zu fliegen, also Teheran bereits im Hellen um sechs Uhr zu sehen. Was wir aus dem Flieger erkennen konnten waren wenig grüne, vor allem sandfarbene Flächen, die doch sehr an Wüste erinnerten.

Als wir aus dem Flughafen kamen (ich erwähne hier noch einmal bewusst, dass wir um sechs Uhr morgens angekommen sind), waren es draußen bereits an die 30°C im iranischen Frühling und ein buntes Treiben an Menschen.

Auf der Fahrt Richtung Stadt ist uns besonders die Bergkette aufgefallen, die eigentlich der markanteste Teil Teherans ist, da sie von überall, auch aus der Stadt, zu sehen ist. Außerdem befindet sich dort im Winter ein riesiges Skigebiet (Ja, in Teheran gibt es Winter mit Schnee! Von wegen da gibt es keine Jahreszeiten und es ist alles nur Wüste).

Das Erste, was uns bei der Einfahrt in die Stadt begrüßte war ein riesiges Gemälde auf einer Hauswand von der amerikanischen Flagge, deren Sterne durch Totenköpfe ersetzt worden waren und deren Streifen in fallenden Bomben endeten und „Down with the USA“ in großen Buchstaben. Ein Überrest aus anderen Zeiten, den ich hier nicht erwähne um Angst vor dem Iran zu machen. Denn diese bemalte Hauswand war, im Gegensatz zu ihrer Botschaft (ausgenommen hier das Gebäude der ehemaligen amerikanischen Botschaft) kein Einzelfall. Das Stadtbild Teherans ist geprägt von verschiedenen Wandmalereien, die die Häuser zum Leben erwecken. Mal sind es gefallene Soldaten aus dem Iran-Irak-Krieg, dann sind es Bilder von berühmten iranischen Dichtern oder Imamen, mal sind es Landschaften. Guckt man jedoch etwas genauer in die kleineren Straßen, dann sieht man dort häufig halbverfallene Häuser, in denen unten noch ein Geschäft betrieben wird, während das Haus oben schon verfällt. Die Stadt verändert sich und es wird viel gebaut, wobei auch hier unterschieden werden muss, ob noch gebaut wird, oder ob es eine Baustelle ist, die seit Jahren brach liegt, aber nicht abgebaut wird.

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Besonders aufgefallen sind uns auch die Geschäfte. Hier gibt es Obst- Gemüseläden, in denen sich die Wassermelonen bis an die Decke stapeln, Fleischgeschäfte in denen Schafthälften hängen und in deren Fenster sich die gerupften Hühnchen stapeln, oder Läden die mit Nüssen und Gewürzen gefüllt sind, und in denen alles zu finden ist, was das Herz begehrt. Besonders sind auch die kleinen Stände an der Straße, mal Feuerzeuge oder Schuhe, häufig eine kleine Feuerstelle, auf der Maiskolben frisch gegrillt werden.

Guckt man genauer, ist Teheran alles andere als grau. Ja, die Straßen sind staubig und die Luft voller Abgase, aber es gibt unendliche viele Gärten und Parks in denen man sich entspannen kann und in denen immer ein Teich oder Brunnen zu finden ist. Anders als in Deutschland sind hier aber nicht nur Bänke zum sitzen sondern auch Sportgeräte aufgebaut, an denen, wie in einem Outdoor-Fitnessstudio, verschiedene Muskelbereiche trainiert werden können.

So wie bei uns die Kirchen das Landschaftsbild prägen, sind es im Iran die Moscheen, die häufig reich mit Mosaiken und farbige Kuppeln verziert sind. Aber es gibt im Iran auch Kirchengebäude. Diese sind weniger prunkvoll, aber trotzdem öffentlich in der Stadt zu sehen und nicht versteckt (in Teheran gibt es sogar ein Viertel, in dem nur Christen leben und ein Viertel in dem nur Juden leben. In dem christlichen Viertel gibt es sogar einen Park, in dem die Frauen sich ohne Kopftuch aufhalten dürfen, allerdings müssen sie für den Zutritt in den Park ihren Ausweis zeigen, damit festgestellt werden kann, ob es sich wirklich um Christen handelt).

img_3186Glücklicherweise war eine der ersten Dinge die wir getan haben, Milad-Tower, den Fernsehturm von Teheran, zu besuchen. Erst wenn man oben auf der Aussichtsplattform dieses Turms steht, kann man erahnen, wie riesig Teheran wirklich ist. Denn was man nahezu vergeblich sucht sind Hochhäuser. Teheran ist eine Flächenstadt und die Ausmaße werden erst an diesem Ort sichtbar.

 

Der Verkehr

img_2282Wenn man der Meinung ist, der Verkehr sei in Italien oder Frankreich schlimm, dann hat man sich geirrt. Zuerst einmal ist es völlig egal ob man sich anschnallt oder nicht. In manchen Taxis gibt auf der Rückbank nicht mal Gurte. Es ist auch egal, ob man versucht mit sieben Leuten in einen Fünfsitzer zu steigen. Eventuell muss man bei einem Taxi etwas Aufpreis zahlen, wegen der Achsenbelastung. Aber wer sich letztlich wie und wo auf wen setzt und quetscht ist egal (mit sieben Leuten in einem Auto braucht man auch keinen Gurt mehr…). Ähnliches gilt für Motorradfahrer. Wenige besitzen einen Helm und wenn sie das tun, tragen die wenigsten ihren Helm. Eher hängt er dekorativ am Lenker.
Außerdem ist es völlig normal auf dem Motorrad zu telefonieren (im Auto selbstverständlich auch) oder vierköpfige Familien zu transportieren (die Kinder werden in dem Fall von den Eltern gerahmt, damit sie nicht runterfallen). Das als kurze Schilderung der Ausgangslage im Fahrzeug.

img_2045Die Straßenbemalung in Teheran scheint eher dekorative Zwecke zu haben, da sich ein Fahrzeug in den seltensten Fällen innerhalb dieser Spurenbemalung bewegt. Vielmehr fährt man auf einer dreispurigen Straße zu viert oder fünft nebeneinander, gemeinsam mit allen in eine Kreuzung und verständig sich durch Hupen. Wobei dieses warnende, beschwerende, entschuldigende oder grüßende Funktion haben kann. Wer den Film „Taxi Teheran“ gesehen hat, kann sich in etwa vorstellen was wir hier beschreiben, muss sich aber auch enttäuschen lassen, denn der Verkehr ist im tatsächlichen Leben noch deutlich härter und voller.

Ist ein Auto neu, wird die Plastikhülle auf allem gelassen, wo sie nicht direkt stört. Also den Sonnenblenden und den Sitzbänken.

img_2438Die obere Beschreibung lässt vielleicht schon anmuten, dass auch Ampeln oder Zebrastreifen nicht wirklich beachtet werden. Das stellt insbesondere für Fußgänger eine Herausforderung dar, denn wer in Teheran die Straße überqueren will, muss dies ähnlich wie die Autos tun: Einfach gehen und darauf vertrauen, dass die Fahrer schon halten werden. Wir haben uns hierbei ein Vorbild an unseren iranischen Freunden genommen, die uns teilweise tatsächlich an die Hand genommen haben, um uns über die Straße zu führen. Der Trick (wenn es sowas denn gibt) ist, die Straße nicht schnell zu überqueren, sondern so langsam, das die Autos Zeit haben zu bremsen, hinter einem lang zu fahren oder aber man selber die Möglichkeit hat stehen zu bleiben bevor das nicht bremsende Auto einem über die Füße fährt.
Wer nicht selber Auto fahren möchte, oder keins hat, kann auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Taxis sind sehr beliebt und vom Preis her nicht zu vergleichen mit deutschen Taxis. Allerdings haben wir herausgefunden, dass es für jemanden, der nicht persisch spricht sehr schwierig sein kann, mit dem Taxi am gewünschten Ort anzukommen. Denn, auch anders als in Deutschland, steigt man nicht einfach in irgendein Taxi, nennt das Ziel und lehnt sich zurück, sondern es gibt Taxilinien, wie beim Bus. Das heißt also, dass man erst nachfragen muss, ob der Fahrer in die Richtung fährt oder nicht. Entsprechend kann das auch bedeuten, dass man nicht alleine in dem Taxi fährt, sondern dass Leute während des Wegs zu- und aussteigen. Eine andere Möglichkeit sind auch private Autofahrer, die sich auf ihrem eigenen Weg schnell etwas dazuverdienen, indem sie nachfragen, ob man mitgenommen werden möchte. Wir sind uns mittlerweile nicht mehr sicher in wievielen Taxis und in wievielen Privatautos wir gefahren sind.

Alternativ zu den Taxis gibt es dann noch Busse und (U-)Bahnen. Die Besonderheit ist hier, dass es extra Frauenabteile gibt, in die Männer keinen Zutritt haben. Bei der U-Bahn sind dies automatisch das Vorderste und das Letzte Abteil. Außerdem kann man auch in der U-Bahn alles mögliche kaufen. Von Socken und Schuhen bis hin zu Kopftüchern und Makeup wird alles von den Verkäufern in der Bahn angepriesen. Wir waren besonders dankbar für die Wasserflaschen, die gefroren aus großen Plastiksäcken verkauft wurden.

 

Die Menschen

Es gibt nicht ein Wort, dass die Menschen im Iran beschreibt. Aber etwas, das man auf jeden Fall mit ihnen untrennbar verbindet ist Gastfreundschaft. Und zwar in einem solchen Ausmaß, dass es manchmal nahezu gefährlich auf dem dünnen Seil zum Unangenehmen tänzelt.

Ist man bei Iranern zu Gast, was ja nun einmal der Fall bei uns war, auch wenn wir im Hotel übernachtet haben, dann versuchen sie dich zu beschützen wie ihren Augapfel und man wird behandelt und verwöhnt wie sonst vermutlich nur Adlige. Seien wir ehrlich, was Gastfreundschaft angeht, können alle noch einmal bei den Iranern in die Lehre gehen.

Als Gast im Iran trifft man auf viele herzliche Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes ihr letztes Hemd für einen geben würden. Selbst in einer Gruppe von vier Studierenden die selber nur mit Studierenden unterwegs waren, wurde uns kaum erlaubt Geld für die Taxifahrten zu zahlen, oder eigenes Essen zu bezahlen. Von einem Freund (Sadeq) aus der What’sApp-Gruppe wurde mir das so erklärt: In dem Moment wo man Gast bei einer iranischen Familie ist, wird man zum Teil dieser Familie. Sie sehen sich in der Verantwortung für ihren Gast und würden sich niemals verzeihen, wenn dir etwas zustößt, während du bei ihnen bist. Aus diesem Grund waren wir auch niemals alleine unterwegs. Es waren immer mindestens zwei unserer Freunde bei uns, die sicher gestellt haben, dass es uns gut geht. Man kann sich auf jeden Fall sicher sein, dass man niemals alleine unterwegs ist, denn wenn die Gastgeber selber nicht können sollten, dann sorgen sie dafür, dass irgendjemand anders, den sie kennen, sich um Dich kümmert.

Das ist überhaupt nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil, da nur wenige Iraner flüssig Englisch sprechen, waren wir mehr als dankbar unsere persönlichen Tour Guides zu haben, die uns sicher von einem Ort zum nächsten gebracht haben und für die wir auch keine Last zu sein schienen.

Schwierig wird die Gastfreundschaft in dem Moment, wo man als Gast nicht mehr darüber informiert wird, über das was passiert. Wir haben häufiger erlebt, dass Telefonate während der Fahrt geführt wurden, die selbstverständlich niemand von uns verstanden hat und wir als letztes über Planänderungen informiert wurden, weil unsere Freunde einstimmig der Meinung waren, dass ihr Beschluss besser für uns sei, als der Originalplan. Ich will hier nochmal betonen, dass das nicht aus böser Absicht heraus passiert. Ganz im Gegenteil. Aber da unsere Kultur diesbezüglich komplett anders ist, war gerade das recht schwer für uns zu akzeptieren. In dem Moment, wo man aber weiß, worauf man sich einlässt, ist es die wunderbarste und herzlichste Nation, die ich bisher kennenlernen durfte.

Aber nicht nur die Gastgeber sind an einem interessiert. Für uns alle war es eine sehr wertvolle Erfahrung als offensichtlich Fremde in einem anderen Land unterwegs zu sein. Genauso sehr wie in Deutschland Frauen mit Kopftuch, oder dunkelhäutigere Menschen auffallen, fallen wir im Iran auf. Im Prinzip steht uns „Ausländer“ quer auf die Stirn geschrieben, egal ob man als Frau Kopftuch und Manto trägt oder nicht (übrigens mit Sicherheit eine bereichernde Erfahrung für jeden, mal auf der anderen Seite zu stehen). Da die Iraner (noch) nicht an Touristen gewöhnt sind, machen sie auch keinen Hehl daraus, dass sie die Fremden angucken. Aber auch hier nicht bösartig. Ganz im Gegenteil, wir haben erlebt, wie Iraner uns laut aus den Autos „Hello“ zuriefen und wie wildfremde Menschen auf der Straße mit uns ein Gespräch angefangen haben, indem irgendwann die unvermeidliche Frage aufkommt: „Was denkst du über den Iran“. Auch diese ist nicht bösartig gemeint. In einem Land, dessen Ruf in der westlichen Welt durch die Medien so negativ ist, scheinen die Menschen froh zu sein über jeden, der die Reise trotzdem in ihr Land antritt. Und wir alle konnten die Frage immer mit „Wir lieben unsere Zeit hier, das Land ist wunderschön!“ beantworten.

 

Das Nachtleben

Bedenkt man die Temperaturen, die tagsüber in Teheran herrschen, ist es eigentlich kein Wunder, dass mit dem Einbruch der Dämmerung das Leben in den Parks anfängt zu toben.

Während es tagsüber zu heiß ist um Sport zu treiben, haben wir Abends im Laleh-Park Jogger getroffen, Tischtennisspieler und Volleyballer. Im Iran gibt es eine Art „Sittenpolizei“, die tagsüber umherfährt und überprüft ob sich in den Parks und auf den Straßen heimlich Pärchen treffen oder ob Frauen gegen die Kleiderordnung verstoßen (auch das betrifft übrigens nur die iranisch-muslimischen Bürger. Bei einem Verstoß gegen die Regeln der Sharia darf diese Polizei weder Christen noch Touristen zur Rechenschaft ziehen). Da diese aber nur bis 18h im Einsatz ist, war es auch hier völlig selbstverständlich, dass die Frauen zum Volleyballspielen ihre Kopftücher abgelegt haben.

Generell scheint es fast so, als ob das Leben im Iran erst Nachts richtig losgeht. Bis drei Uhr früh noch im Restaurant zu sitzen oder im Park zu Picknicken ist absolute Normalität. Übrigens auch für die Kinder, die, egal in welchem Alter, nachts noch durch die Parks und Restaurants springen.

img_2125Etwas, dass uns emotional aufgewühlt und nachdenklich gemacht hat, waren die Kinder, für die die Arbeit erst Nachts um 11h anfängt, wo sie an der großen Hauptstraße die Scheiben der Autos putzen, die dort aufgrund von zu viel Verkehr oder roten Ampeln halten müssen. Außerdem versuchen sie selbstgemachte Dinge an Autofahrer und Passanten zu verkaufen. Alleine die Tatsache, dass Kindern arbeiten müssen ist schlimm genug, aber das auch noch Abends und an einer so gefährlichen Stelle hat uns alle bewegt. Da wir an der Stelle die Straße kreuzen mussten, haben die Kinder versucht auch uns ihre Sachen zu verkaufen, wobei uns von unseren iranischen Begleitern heftigst davon abgeraten wurde ihnen Geld zu geben (tatsächlich handhaben es viele von ihnen so, dass sie für diesen Fall immer ein paar Kekse oder anderes Knabberzeug im Auto haben, was sie an die Kinder statt Geld und ohne Dienstleistung geben können). Diese Situation hat uns gezeigt wie wichtig die Arbeit der Imam Ali’s Student Popular Relief Society ist, denn keines der Kinder die wir getroffen haben, war dumm. Ganz im Gegenteil, sie waren klug und haben quasi auf ihre Art mit uns gespielt, indem sie uns durch unsere Begleiter herausgefordert haben persisch zu sprechen. Ich glaube, die leuchtenden Augen der Kinder, die fasziniert den vier Brocken persisch gelauscht haben, die wir in der Zeit gelernt haben (Hallo, Danke, Bitte, Tschüss), sind nicht nur mir in Erinnerung geblieben.

 

Abschluss

img_2290Der Iran ist ein faszinierendes Land, das auf der einen Seite (kulturell), so weit weg ist, und auf der anderen Seite (Entfernung) so nah. Selbstverständlich gibt es Dinge, die im Iran kritisch betrachtet werden müssen, aber ganz ehrlich – in welchem Land gibt es die nicht? Wir können nach unseren Erfahrungen nur dazu ermutigen sich selbst eine Meinung über dieses wunderschöne Fleckchen Erde mit seinen einmaligen herzlichen Menschen zu bilden, und zwar nicht über Texte und Dokumentationen, sondern durch einen tatsächlichen Besuch dort. Und wen von den Frauen das Kopftuch abschreckt: ganz ehrlich – so schlimm ist das gar nicht. Ganz im Gegenteil, es ist ein idealer Sonnenschutz und war in den 50er Jahren sogar mal schick! Sich deswegen davon abhalten zu lassen eine so reiche und alte Kultur zu besuchen, so lange sie noch nicht zu einem weiteren touristenüberlaufenen Ort geworden ist, ist meiner Meinung nach ein vorgeschobener Grund, der vielleicht doch nur Bedenken kaschiert.

(Linn Kaßner)

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